Bella Italia

Vor 4 Wochen sind wir zur großen Tour nach Griechenland aufgebrochen, haben 787 sm (1458 km) im Kielwasser und liegen mittlerweile vor unserer ersten Liparischen Insel am Anker.

„Rocna“ für die meisten unserer Leser ein Fremdwort, für uns wie eine Lebensversicherung. 40 kg Rocna Anker, 13 mm Kette, eine starke Ankerkralle, unsere frisch überholte Ankerwinde und eine elektronische Ankerwache garantieren ruhige Nächte am Anker. Die Solaranlage und der Windgenerator liefern fast komplett den Strom und schonen unseren Generator, den wir nur für Waschtage am Anker einsetzen. Leider bleibt unser Watermaker weiterhin eine schwierige Baustelle, da kommen wir doch noch schnell an unsere Grenzen.

In einer weiteren Bucht Südsardiniens, erleben wir unser erstes richtiges „Karibikfeeling“: Kristallklares Wasser, Strandbar mit „Buena Vista Social Club“ Musik und mit einem Blick durch Zitronenbäume auf SOLUNA am Anker.

Endlich fällt schweren Herzens der Entschluss Sardinien Richtung Sizilien zu verlassen, da verzögert die liebe Bordtechnik den Aufbruch. Martin eilt aufs Vorschiff drückt auf den Knopf der neu angeschafften Fernbedienung der Ankerwinde und …..nichts passiert. Das kann nur die nicht eingeschaltete Sicherung der Ankerwinde sein, doch auch mit eingeschalteter Sicherung passiert nichts …..Abbruch des Aufbruchs – jeder Tag an Bord verläuft eigentlich immer anders als geplant und so ist es anscheinend mal wieder soweit. Werkzeug und Multimeter kommen aufs Vorschiff und es beginnt eine mühsame Fehlersuche. Wie so oft ist es ein ganz banaler Fehler mit großer Wirkung. Wir finden im Stecker schließlich ein loses Kabel, das sich erst nach mehreren Versuchen und Tricks anlöten lässt. Wir sind stolz und glücklich, denn in einer einsamen Bucht gibt es keinen Techniker!

Am 18. Mai klappt der Aufbruch und bald liegen am Kompass 110 Grad Richtung Sizilien an. In 58 Stunden und nach 246 Seemeilen (454 km) wird unser Anker vor der Nordküste Siziliens auf Grund liegen. Diese für uns noch lange Strecke mit zwei durchwachten Nächten entwickelt sich zu einem echten Segelgenuss (gleicher Kurs, gleiche Segel, gleiche Segelstellung, gleicher Wind und Windrichtung und fast konstante Geschwindigkeit). Einmal muss eine zu nahe Annäherung eines Containerriesen von Martin per Funk geklärt werden, der dann bereitwillig ein Ausweichmanöver einleitet.

Wir haben Sizilien erreicht und segeln in Etappen die schroffe und bergige Küste entlang. Die einzelnen Törns und Ankerplätze kann man wie immer im Menüpunkt: Törns und Position „verfolgen“. Ebenso kann dies durch „Marine Traffic“ oder „Vesselfinder“ unter Eingabe unseres Schiffsnamens oder unserer MMSI Nr. 211 367 170 geschehen.

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Der Höhepunkt dieser Küstenreise ist für uns das Kleinstädtchen Cefalú, in das wir uns spontan verlieben. Hier bleiben wir eine Woche, bringen mit dem Schlauchboot unsere Bordfahrräder an Land, besteigen den „Rocca di Cefalú“ mit spektakulären Ausblicken, erleben die nächtliche Stimmung in den unzähligen kleinen Gassen der Altstadt und genießen die italienische Küche.

Inzwischen liegen wir vor Filicudi, einer von sieben Liparischen Inseln, die alle vulkanischen Ursprungs sind und weltweit für Individualtourismus bekannt sind. Hier ist der Ankergrund steinig und schwierig, da das Meer auf diesen Inseln schnell steil in große Tiefen abfällt und somit die Länge der Ankerkette gut überlegt sein muss. Das Wasser ist kristallklar und man sieht den Anker auf dem Grund liegen. Beim gestrigen Landgang zur legendären Hafenbar „Saloon“ geraten wir gleich in eine große lustige italienische Geburtstagsparty und werden spontan eingeladen. Trotz Verständigungsschwierigkeiten (Martin wird mit seinem Spanisch mit zunehmendem Alkoholgenuss dann doch noch irgendwie verstanden… ) wird es eine lustige Nacht. Auf der Heimfahrt mit dem Taxi TT SOLUNA (Tender to SOLUNA) hilft der Vollmond unsere SOLUNA zu finden.

Weitere Bilder wie immer in der Bildergalerie  Sommer 2018 und SOLUNA Living

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